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15.09.2004, 01:08

Bücher von Roberson und Phillips

Bin im Net gerade über ein Buch von Jennifer Roberson "Herrin der Täler" und von Michael Phillips "Schwert der Krone" und "Der Stein der Kelten" gestolpert. Spielen anscheinent alle im 17. Jahrhundert (schein eine Epoche zu sein, die viele Autoren interessiert)

Kennt jemand von euch diese Bücher? Und wenn ja, sind die genauso empfehlenswert wie die von Diana Gabaldon? (also kein Abklatsch oder so?)
Marsali<br />Am Ende bereut man nicht das was man getan hat, sondern das was man nicht getan hat!

2

15.09.2004, 02:32

Ich kenne nur "Der Stein der Kelten".
Ist m.E. überhaupt nicht mit DG zu vergleichen. Verflechtung zweier Genre (Krimi und historischer Roman) in einer ganz eigenen Weise.

Sind noch schlechter im Vergleich zu bewerten, aber was die in der Gegenwart spielende Krimihandlung angeht, hat der Roman allemal die "literarische" Qualität von DGs "Schluchs-und-Schmacht-Szenen", was die historische Komponente anbelangt, bewegt sich DG vergleichsweise auf Comik-Niveau. (sorry, meine Meinung;))

Gewöhnungsbedürftig ist die Aufmachung: Die gekürzten, sprachlich angepaßten und redaktionell auf die Handlung zugeschnittenen historischen Informationen - die in den jeweiligen Kernaussagen dennoch allesamt korrekt verarbeitet sind !!!! - werden (verkürzt gesagt) als eigenständige "Dokumente" eingeführt und sind satztechnisch durch ein anderes Schriftbild abgesetzt.

Dadurch wird jedenfalls klar, wo der Autor relevante historische Bezüge herstellt und wie er sie dann in seinem Romantext und in der Handlung (in beiden Strängen, Krimi und hist. Roman) weiter verarbeitet. Wer sich also in der schottischen Geschichte etwas auskennt, kann drüber hinweglesen bzw. sich auf die handlungsrelevanten Formulierungen konzentrieren, wer sich nicht auskennt, erhält ganz nebenbei ein gutes Stück schottischer Geschichte fundiert vermittelt - ohne dass es irgendwie belehrend oder schulbuchartig wirkt.

Was gelegentlich angemosert wird, nämlich fehlende Hinweise auf die Aussprache gälischer Ortsnamen: Ich kann kein Gälisch, aber mich hat es nicht mehr oder weniger gestört als beim Blick auf eine Straßenkarte ...8)

Islander
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ede

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3

15.09.2004, 11:13

ich fand die beiden phillipsbände ganz unterhaltsam. ich habe sie vor 3 oder 4 jahren im herbst gelesen und ruck-zuck durchgezogen.

ist wahrscheinlich genau die richtige jahreszeit für sowas...

ede
http://www.schottlandgeschichte.de/

4

15.09.2004, 14:30

Herrin der Täler ist grauenhaft. Da geht es ums Glencoe Massacre. Warte lieber, bis das Buch von Julianne Lee dazu rausgekommen ist. Sie hat das Manuskript schon so gut wie fertig und das Buch wird in Welturaufführung bei Heyne erscheinen. Ob es überhaupt in Englisch erscheint, ist fraglich.

Stein der Kelten fand ich eher doof :-) Und Islander, Schluchz und Schmatzszenen waren da gar nicht drin :-) ... im Stein der kelten mein ich :-)

Marsali, wenn Du sie noch nicht kennst, lies lieber die 4 Bücher (Schwert der Zeit Serie) von Julianne Lee. Sind auch Zeitreise-Bücher, aber ein Mann reist und zwar in die zeit der 1. Jac. Rev. :-)



Seonag
Bhith beò beathail ged nach bitheadh tu beò ach leth-uair.
To live life to the full, though you would only live a half hour.

Seonag
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5

15.09.2004, 16:03

Zitat

Und Islander, Schluchz und Schmatz szenen waren da gar nicht drin

... Freud läßt grüßen ...;)
... hab ich außerdem auch nicht gesagt ...8)

Islander
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Islander

6

15.09.2004, 16:14

flöt :-)

Seonag
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Seonag
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7

17.09.2004, 00:00

Ehrliche Meinungen hör ich am liebsten
* zutiefstemdankverpflichtet* :D

Dann werde ich mir halt erst einmal Julianne Lee vornehmen und weiter nach guten Büchern ausschau halten.

Hallo Islander,
ich habe zwar schon "etwas" Grundwissen in der schottischen Geschichte, aber was könntest du mir denn für ein Werk empfehlen, um das ganze sinnvoll zu vertiefen? (damit ich mich nicht nur auf die Aussage von einem "guide" verlassen muß! ;)
Marsali<br />Am Ende bereut man nicht das was man getan hat, sondern das was man nicht getan hat!

8

17.09.2004, 01:32

Zitat

...ich habe zwar schon "etwas" Grundwissen in der schottischen Geschichte, aber was könntest du mir denn für ein Werk empfehlen, um das ganze sinnvoll zu vertiefen?...


Puhh, Standardwerke zu empfehlen ist augenblicklich sehr schwierig, weil sich - auch in ganz grundsätzlichen Dingen - z.Zt. sehr, sehr viel tut. Ich bin aber immer gut gefahren mit den Empfehlungen zu unterschiedlichsten Epochen, die im Magazin der Friends of Historic Scotland empfohlen wurden/werden.

Ich stell nach Machern mal eine Liste aus den letzten 12 Monaten zusammen und die setz ich dann hier rein oder ins Portal oder irgendwie so ... werden schon einen Weg finden ... ;)

Islander
hell no win forrid thatll no luk forrid
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Islander

9

17.09.2004, 10:59

Super, ein dickes Dankeschön an dich Islander.

Hoffe Machern wird ein großer Erfolg!:)
Marsali<br />Am Ende bereut man nicht das was man getan hat, sondern das was man nicht getan hat!

10

17.09.2004, 12:13

Ich finde es immer wieder prima, wenn sich an längst passierten Sachen &#8242; einiges tut &#8242; . :D

Was ja nur wieder meine Überzeugung bestätigt, dass aber auch wirklich alles und jedes Ansichtssache und sehr subjektiv ist.

Airtein

11

20.09.2004, 00:51

Hallo Marsali,

ich hab die M. Phillips-Bücher sehr gern gelesen. Ich fand sie recht unterhaltsam was die Rahmenstory angeht. Und ansonsten bekommt man mal einen Rundum-Überblick über die schottische Geschichte. Wenn Du Dich da jedoch schon einigermassen auskennst könnte ich mir vorstellen, dass es etwas öde ist, die Bücher zu lesen.

Mit Gabaldon ist das aber nicht zu vergleichen. Bei Phillips gibt es z.B. keine Zeitreise in dem Sinne, dass eine Person in einer anderen Zeit wieder aufteucht. Es werden nur Geschichten aus versch. Epochen in die Jetzt-Zeit-Story eingeflochten. Und vom Stil ist Gabaldon schon noch um einiges besser (flüssiger, spannender, witziger).

Ich empfehl die Phillips-Bücher trotzdem oft weiter.

Liebe Grüße,
Christiane

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