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ede

Junior Highlander

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Beruf: Inhaber "Pot Still Tastings & Events"; Angestellter bei "Caminneci - Wine & Spirit Partner"

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21

12.05.2009, 10:19

@henrik:

versuch es mit deiner frage mal unter http://www.freifechter.de/. der verein beschäftigt sich mit historischem fechten und praktiziert das auch auf hieb und stich.

wenn sie nichts zu umgeschulten schotten sagen können, können sie dir zumindest mit praxiserfahrung die wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen umschulung beurteilen.

22

12.05.2009, 11:38

Zitat


Schade find ich aber, daß ich der Einzige bin, der sich gegen dumpfe Anmache wehrt. Warum eigentlich?


Da halte ich es dann mit ceoltagael: Solange ich nicht direkt angesprochen bin hatle ich mich raus.

Im Badischen gibt es ein sehr schönes Sprichwort für solche Situationen: Nix saga putzt !!

Da ich ja aber bekanntlich aus Schwaben zugereist bin denke ich mir in solchen Fällen meist auf gut schwäbisch: LMAA !!

;)8)
Amuko<br /><br />Ich bin bereit, überall hinzugehen, wenn es nur vorwärts ist.<br />David Livingstone

23

12.05.2009, 11:59

Zitat

versuch es mit deiner frage mal unter http://www.freifechter.de/. der verein beschäftigt sich mit historischem fechten ...

Richtig Ede, allein freifechter.de sagt dazu:

Zitat

Wir praktizieren die Kampftechniken des Mittelalters und der Renaissance als Kampfkunst.

Hallo, wir schreiben anläßlich Culloden, auf das Henriks Frage abstellt, das Jahr 1746 ... !!! ... weder Mittelalter noch Renaissance noch Fechtkunst sondern auf Einsatz des Bajonetts zielte die Frage(siehe oben!). Die Feinheiten der Kunst "preußischen Griffekloppens" führen hier u.U. weiter ... ;)

Zitat

Als Rechtshänder ziele ich automatisch auf die gegenüberliegende Seite, also die linke meines Feindes. Wenn dort kein Schild ist, sondern ein Schwert, ...

WENN ... Ceol, ganz Recht, wenn !!!
Vielleicht sollten wir vorab einmal die Frage klären, welche Truppenteil und Verbände "in the line" 1746 überhaupt noch einen Schild als reguläre Defensivwaffe führten???

Selbst Cumberland, der bekanntlich kaum eine Chance ausgelassen hat, den schottischen Gegner bloßzustellen, läßt ihn nicht derart lächerlich machen, dass er die schottischen Verbände als mittelalterlichen Haufen darstellt ... einzelne Schotten mit Schwert und Schild ja (zumal unter den schlechter ausgestatteten, zum Einsatz gepressten Highlandern aus Charlies 2. u. 3. Reihen), sind zweifelsfrei auf verschiedenen von Cumberland beauftragten Sieges-Gemälden dargestellt, ganze Verbände dergestalt? - Fehlanzeige!

Sollte man vielleicht mal hinsichtlich der Konsequenzen für das hier Gefragte drüber nachdenken!
Islander

ceoltagael

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24

12.05.2009, 12:18

Näää, näää, näää...

Cumberland hin oder her....

Ein Schild in der damaligen Zeit war auch für Schotten machbar. Wir reden hier nicht von hochfiligranem Gedöne, sondern einer einfachen Konstruktion, die schon Normannen und Kelten hatten.
Klein, rund, ein paar Bretter draufgenagelt und von hinten mit Schlaufen oder Riemen fixiert. Wenn über haupt, manchmal auch nur ein Griff. Den Buckel lass ich mal außer Acht, Schild mit Buckel zu bauen ist schon was mehr Aufwand.

Wenn Cumberland, wie du sagst, nichts ausgelassen hat, um die Schotten lächerlich zu machen, passt das doch.
Vereinzelt ein Schild, aber eben nicht alle -&gt; die Schotten hatten nix. Reicht doch zum lächerlich machen. Vereinzelte Schilder tauchen wohl auf, weil sie einfach nicht wegzudiskutieren waren, sieh es mal von der Warte.

Außerdem,
mit den geschichtlichen Vorfahren glaube ich kaum, dass die Schotten von 1746 so geistig degeneriert waren, dass sie keine Schilder, aber Schwerter besaßen.
Schwert und Schild gehören untrennbar zusammen. Mistgabel und Schild schon weniger.
Will sagen, wer sich ein Schwert leisten konnte, der hatte auch einen Schild.
The first speciality tea store in the Western Isles

25

12.05.2009, 21:36

Näää, näää, näää...

1746 !!!

Ceol, wir bewegen uns im Zeitalter der Kanonen und Füsiliere ... ;)

Die Truppen Charlies sind im wesentlichen von der Artillerie Cumberlands und ihren Kettengeschossen zusammengeballert worden ...

Ratz fatz war Culloden als Schlacht erledigt.

Die ansonsten entscheidende Waffengattung waren auf beiden Seiten die Füsiliere, die auf den beiden Seiten allerdings unterschiedlich kämpften: Charlies Truppen ballerten einmal los und setzten dann undiszipliniert zum Sturmlauf an ... Cumberlands Leute blieben stehen und luden nach ... Schau Dir mal im Detail die britischen Verluste an: bis auf zwei Regimenter hatten alle anderen britischen Regimenter während der Schlacht gar keinen nennenswerten Kontakt mit den Schotten!!!

Ansonsten:

Zitat

Even though popular lore attributes a common highlander equipped with a broadsword, targe and pistol - it was only an officer or gentleman who was equipped this way. Further illustrating this point, following the conclusion of the battle, Cumberland reported that there were 2,320 firelocks recovered from the battlefield, but only 190 broadswords.
Hervorhebungen von mir

Soviel mal zur Relation der Waffen aus einer anderen Quelle ... sinngemäß kannste es aber auch im Portal auf deutsch nachlesen ... ;)
Die regulären Verbände Charlies waren durchaus auf dem waffentechnischen Stand der Zeit, wir sollten mal aufhören, sie als die Highlander Naturburschen mit Bretterschild, Haueisen und Steinschleuder zu verklären ... 8);)
Islander

ceoltagael

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26

13.05.2009, 00:23

Du weißt doch, Wolfgang, ich zähle immer gaaaanz langsam....13 ....14...


*g*

Prinzipiell haste recht, ich war nur nicht voller Konzentration heut morgen.

Außerdem hat das nix mit verklären zu tun, zumindest nicht bei mir.

Ein Breitschwert war sehr wohl nur zum Hauen und Rübe-runterschlagen da, nicht zum Stoßen, dafür war es nicht ausgelegt (zu lang) und wurde meines Wissens nach ebenfalls in der Regel mit Schild benutzt.
Was im Übrigen auch auf dem Bild in der englischen Wikipedia zu Battle of Culloden erkennen ist.

Davon mal ganz ab, die Ausgangsfrage war ja nicht, ob es mehr Schwerter als andere Geschosse gab :-)

Du hast geschreddert, näänäänäänääänääää!!

The first speciality tea store in the Western Isles

27

02.11.2009, 20:42

Linkshändig fechten? Hm, halte ich für zu waghalsig, da man dem gegner seine herzseite zuwendet.
Könnte ins auge gehen.
Per mare per terras<br /><br />

Maddy Og

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28

02.11.2009, 22:29

bin auch linkshänder und hab auch schon öfter ein schwert in der hand gehalten...man dreht zwar die herzseite hin...aber blockiert sie auch gleichzeitig mit der waffe...da ja der gegenübe rechtshänder ist...naja zumindest meistens...die versuchen dann auf meine rechte seite zu zielen...und kommen als rechtshänder überhaupt nicht damit klar das ich linkshänder bin...und quasi alles "verkehrt" herum mache...hihihi....
vor allem weil sie immer denken der schlag kommt von der anderen seite...

29

02.11.2009, 23:42

Hm, naja, ich bin rechtshänder. Linkshänder machens halt mit links......

30

03.11.2009, 01:03

@Keagan
@Maddy
... naja, um die Frage, ob ein Linkspoot den Rechtshänder im Gefecht allein damit überraschen kann oder nicht ... darum ging es ja nicht.

Im Kern ging es ja um die immer wieder aufgestellte, aber nie bewiesene Behauptung, dass die Schotten vor Culloden und als Reaktion auf den Bajonett-Drill der jungen britischen Armee gezielt auf Linkshändigkeit gedrillt worden seien ... und das ist und bleibt eine unbewiesene Behauptung, die aus vielerlei Gründen keinen Sinn macht ... ;)

@ceol

Zitat

Was im Übrigen auch auf dem Bild in der englischen Wikipedia zu Battle of Culloden erkennen ist.


... auf datt Bildchen kannste als historischen Beleg eh nix geben nicht ... das ist üble Feindpropaganda im Auftrag des Cumberland ... :D8)
Islander

ceoltagael

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31

03.11.2009, 10:18

Ey, Zitate aus dem Zusammenhang reißen ist unfein.


Zitat

Ein Breitschwert war sehr wohl nur zum Hauen und Rübe-runterschlagen da, nicht zum Stoßen, dafür war es nicht ausgelegt (zu lang) und wurde meines Wissens nach ebenfalls in der Regel mit Schild benutzt.
Was im Übrigen auch auf dem Bild in der englischen Wikipedia zu Battle of Culloden erkennen ist.



Da gings um den Schild und um nix anderes
The first speciality tea store in the Western Isles

32

03.11.2009, 12:34

... sorry ... missverstanden:
Der erste Teil meines posts wandte sich an Keagan & Maddy ...
Der zweite Teil (nach dem quote) ging an Dich ...

War nicht so gedacht, dass der zweite Teil als Beleg für den ersten dienen sollte. Hab's durch die Anmerkungen unten mittlerweile klargestellt ... :P;)
Islander

Maddy Og

Sparsamer Schotte

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33

03.11.2009, 19:18

@islander

wusste schon das es eigentlich nicht darum ging...allerdings wurde ja auch diskutiert ob linkshändig so gut sei oder nicht und hab eigentlich nur auf keagan geantwortet...hätt ich vielleicht gleich mit dazu schreiben sollen...

34

05.08.2014, 17:24

Auch wenn das Thema älter ist, aber (nur) der Legende nach, sollen die Kämpfer des Clans Kerr mit links gefochten haben. ABER dies fällt ohne jeglichen echten Beleg in die Ablage "Spekulation". Hinweis Nummer 1, der zitiert wird, ist das Werk von James Hogg (1770-1835) "The Raid of the Kerrs":

But the Kerrs were aye the deadliest foes
That e’er to Englishmen were known
For they were all bred left handed men
And fence [defence] against them there was none
and Walter Laidlaw wrote, in The Reprisal:
So well the Kerrs their left-hands ply
The dead and dying round them lie

Allerdings zu diesem Datum, als das Gedicht erschien, ist es wohl schon eine der Legenden gewesen, die sich hielt und der wahre Kern dessen nicht zu klären. Mehr Infos und der ganze Text dazu:
http://www.clankerr.co.uk/raid.html

Im Gedenken an diese Legende hat die Cateran Society allerdings linkshändige Fechter (die heutzutage häufiger vorkommen) als "Kerr fisted Style" kategorisiert. Wie man gegen Linkshänder fechten kann, ist nochmal ein ganz eigenständiges, spannendes Thema, das tatsächlich auch schon in manch altem europäischen Fechtbuch behandelt wird.
Schottischer Schwertkampf - www.broadswordacademygermany.de

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