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41

07.10.2016, 08:40

Das wirklich Erstaunliche ist, dass keine deutliche Gegenbewegung einsetzt, um dieses Gedankengut aus der Zeit des Empires aufzuzeigen und ihr eine Alternative entgehen zu setzen. Du hast völlig Recht, bedanken können wir uns hauptsächlich bei Jeremy Corbyn, von dem weder vor noch nach dem Referendum viel zu sehen war.

Die Stimmung in SCO ist aber im Grunde nicht viel anders als in England, auch wenn ich die Einstellung eher als Gleichgültigkeit und Desinteresse an der EU beschreiben würde statt offener Ablehnung in England. Hier hat die Mehrheit in den Städten zwar für die EU gestimmt (London ja übrigens auch) aber nicht aus Bekenntnis zur europäischen Idee, sondern aus der nüchternen Überzeugung, dass die EU-Mitgliedschaft von wirtschaftlicher Bedeutung ist. Ich habe mich nach 20 Jahren daran gewöhnt, dass sich keiner ernsthaft für Europa interessiert. Das Allgemeinwissen über Europa ist auch hier beschämend gering.

Das Problem mit Nicola Sturgeon ist, dass sie kein politisches Mandat hat, für SCO einen gesonderten Deal auszuhandeln. Dazu müsste SCO unabhängig sein, und das lehnt die Mehrheit der Bevölkerung ab. Und wenn man sich die politische Kompetenz der SNP ansieht, kann ich dem Volk das nicht verdenken.

42

07.10.2016, 14:48

Ich weiß, momentan gibt es in Scotland keine Mehrheit für ein zweites Referendum, aber die Situation könnte sich in 6 - 12 Monaten schlagartig ändern. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass

a) die starke xenophobe Rhetorik der Regierung und
b) ihre starre Haltung in den im März 2017 beginnenden Verhandlungen

zu signifikanten Auswirkungen in der britischen Ökonomie führen werden. Und wenn die Menschen erstmal realisieren welche unrealistischen Botschaften Ihnen in den letzten Monaten serviert wurden und in welche Richtung die Reise wirklich geht, könnte die Stimmung kippen.

Ich denke darauf setzt auch N.S., da sie ja noch Ende Juni sehr schnell ein zweites Referendum ins Spiel brachte. Da sie hier keine große Mehrheit mobilisieren konnte, änderte sie auch ihre Kommunikation schlagartig um nicht mehr angreifbar zu sein. Jetzt redet sie nur noch von zwei zentralen Dingen. Ersten muss der Brexit ohne wirtschaftliche Nachteile für das Land gestalt werden und zweitens muss die Stimme Schottlands in den Verhandlungen gehört und einbezogen werden.

Im zweiten Punkt tut ihr TM schon einmal den Gefallen weder die Parlamente in SCO und NI einzubeziehen (siehe High Court Order) und ersteres ist nur noch eine Frage der Zeit.
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alba

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43

09.10.2016, 02:37

...
Ich denke darauf setzt auch N.S., da sie ja noch Ende Juni sehr schnell ein zweites Referendum ins Spiel brachte. Da sie hier keine große Mehrheit mobilisieren konnte, änderte sie auch ihre Kommunikation schlagartig um nicht mehr angreifbar zu sein...


Unterschaetze nicht unsere Pocket-Rocket. Die kann auch ganz schnell mal den Pitbull raushaengen lassen. Ich weiss was das heisst, hatte ich doch einen fuer 11 Jahre.

44

09.10.2016, 09:35

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Ich denke darauf setzt auch N.S., da sie ja noch Ende Juni sehr schnell ein zweites Referendum ins Spiel brachte. Da sie hier keine große Mehrheit mobilisieren konnte, änderte sie auch ihre Kommunikation schlagartig um nicht mehr angreifbar zu sein...


Unterschaetze nicht unsere Pocket-Rocket. Die kann auch ganz schnell mal den Pitbull raushaengen lassen. Ich weiss was das heisst, hatte ich doch einen fuer 11 Jahre.


Inwiefern unterschätze ich sie? Eigentlich liegt mir nichts ferner.
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