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1

15.04.2018, 12:23

Schottland im Mai/Juni 2018

Liebes Forum,
lange liegt unser erster und bislang einziger Schottland-Trip zurück (1991)!
Wegen Mitnahme unseres Dackels und kommenden Brexits wollen wir dieses Jahr wieder hin mit Auto und Wohnwagen, ein reisetaugliches Gespann von 8m Länge und 1,65 Breite (Golf Cabrio und Eriba Puck).
Sicher hat sich viel verändert - damals waren wir auf z.T. völlig einsamen Straßen unterwegs, das wird heutzutage wohl anders sein.
Beim Ausarbeiten unserer Route sind einige Abschnitte, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie befahren sollte:

Shiel Bridge - Gleneig - Fähre - Kylerhea (Skye)
Kyle of L. - Plockton - Stromferry
Applecross (außen herum, den Pass wohl nicht)
Achiltibuie - Badnagyle - Lochinver

Wenn jemand im Forum da einen Tipp für uns hat, nicht nur was die Straßen betrifft, sondern auch was sonst noch am Wege liegt, dann freue ich mich.

LG, LeBodo

2

15.04.2018, 18:07

Hallo, ich kann dir leider nur was zum 2. Abschnitt(Kyle of L. - Plockton) sagen. Wir sind die Strecke letzten Monat mit dem PKW gefahren und es war teilweise ne Single Track Road. Ob das jetzt breit genug für Euer Gespann ist, kann ich leider nicht sagen. Wir haben leider keine Wohnwagen oder Wohnmobile auf der Strecke gesehn, aber mir kam es stellenweise recht eng vor und auch ohne viele Passing Places. Vielleicht meldet sich noch der ein oder andere Wohnwagenfahrer. Viel Spaß noch beim Planen. LG, Birgit

Tinka

Geiziger Schotte

Beiträge: 6

Wohnort: Pfälzer Wald

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3

15.04.2018, 20:12

Hei!
Kenne die Strecke leider nicht, aber der Puck ist doch so winzig und wendig, da würde ich mir nur wenig Gedanken machen.
LG Tinka

4

15.04.2018, 20:32

Hallo Tinka und Birgit,

vielen Dank für eure Antwort. Ja - unser Gespann ist mit 8m Länge, 2m Höhe und 1,65m Breite wendig und kommt überall durch. Vermeiden möchte ich extreme Dauersteigungen, häufiges Anfahren am Berg (aus Singletrack-Buchten) und längeres Rückwärtsfahren (bergauf).
Deshalb werde ich - wenn mir hier nicht anders empfohlen - den Pass rüber nach Applecross auslassen.

LG, Bodo

5

16.04.2018, 09:23

Moin

Also Plockton nach Stromeferry ist ne interessante Strecke. Grade da wo es richtig interessant wird ist der Abstand zwischen Passing Places gross und oft mehr als ne Kurve dazwischen, die Strasse dafuer schmal.

Kyle nach Plockton gibts mehrere Routen, aber am Ende ist es so oder so ne Single Track Road, da kommt man nicht drum rum. Eine der Routen ist mit Haenger nicht gut machbar, weil steile Stelle, unmittelbar vor 90Grad Linkskurve und sofort danach ne Bruecke, wer die Steigung hochfaehrt muss auch noch Vorfahrt beachten. Das ist wenn man die Route ueber Drumbuie waehlt und die Steigung selber ist in Duirinish.
Entweder von Kyle und vor Drumbuie erstmal nach rechts und spaeter links, oder via Balmacara Square.

Shiel Bridge nach Glenelg: Single Track grossteils, aber meistens weit genug wo es spannend wird, so das man kein Passing Place braucht, aber es ist ne lange Steigung. Auf die Faehre solltet ihr laengen technisch raufpassen, ob ihr raufduerft vorher mit der Faehre klaeren, weil Carvans/Motorhomes sind preislich nicht gelistet und die Anfahrt/Abfahrt auf die Faehre kann kurvig sein (abhaengig von den Gezeiten). Erstmal am Anleger kann man da nicht mehr wirklich wenden, es gibt nen kleinen Parkplatz oberhalb, aber zum Wenden auch nicht ideal. Ergo: email an die Faehrleute oder auf Facebook.

von Kylerhea zur A87 ist es sehr kurvig, teilweise lange Steigung (hoch zum Pass) und kurvig. Der Schneepflug und Muellauto fahren da zwar lang, aber die haben keinen Haenger und kennen die Strasse aus dem FF.

Badnagyle? Ist das die Wee Mad Road? Wenn ja: Rueckwaertsfahren auf kurvigen, engen Strassen mit diversen toten Winkeln sollte sicher beherrscht werden. 8m sind fuer diverse Strassen in den Highlands durchaus schonmal zu lang.

6

16.04.2018, 17:26

Hallo Matty,

vielen Dank für Deine informative Antwort. Es ist in der tat die Wee Mad Road, die ich ins Auge gefasst habe. Nach Deiner Schilderung werde ich den Hänger dann wohl lieber in Lochinver auf dem Campingplatz lassen und die Route mit dem Auto allein befahren.

Kyle of L. - Plockton - Stromferry ist wohl machbar, wenn man Duirinish umfährt.

Die Fähre würde mich schon reizen, allein schon wegen der Einmaligkeit, und weil man dann keine Strecken doppelt befahren muss. Das größte Problem könnte das "Einknicken" des Gespanns beim Auf- und Abfahren sein. Ich werde mich noch weiter informieren.

LG,

Bodo

lanzelot72

Baby Highlander

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7

16.04.2018, 21:03

... Vermeiden möchte ich extreme Dauersteigungen, häufiges Anfahren am Berg (aus Singletrack-Buchten) und längeres Rückwärtsfahren (bergauf).
Also, mir ist völlig klar, daß ich das Thema ganz anders sehe, als jemand der nicht ständig mit deutlich größeren und längeren Fahrzeugen + Anhängern beruflich unterwegs ist (und privat mit deutlich kleineren und schwächeren) aber trotzdem:

"Extreme Dauersteigungen" sind Alpenübergänge wie das Timmelsjoch oder das Stilfser Joch, oder der Umbrail-Paß, oder ähnliches. Das sind Straßen, die nicht nur aufgrund ihrer Länge und Steigung Ansprüche ans Material stellen, sondern halt auch wegen den Höhenbereichen in denen man sich da bewegt - da wird ganz einfach die Luft verdammt dünn! Und selbst da fährt alles, aber wirklich alles drüber! Und das seit man denken kann und es Autos und Motorräder und Vespas gibt.
In Schottlandd gibt es so etwas - rein aufgrund der gar nicht vorhandenen Höhe - überhaupt gar nicht! Also, bleib mal ganz locker!

Wie ich schon an anderer Stelle mal geschrieben hab: Es geht nicht darum, was Dein Auto oder Gespann kann, oder Dein Motor. Es geht einzig und allein darum, was Du kannst. Gerade beim Rangieren. Und das kannst nur Du selber einschätzen.
Deine Fuhre ist mit Anhänger ja gerade mal so lang wie mein Zugfahrzeug ohne Anhänger. Und deutlich schmäler. Und der Puck wiegt ja eigentlich auch nichts. So what?

Also - mach das, was Du Dir als Fahrer zutraust! An der technischen Seite scheitert es ganz sicher nicht.

Griaßle !
Meine Beiträge sind das Produkt aus völlig zufälligen persönlichen Einzelerfahrungen und einem sehr pragmatischen Weltbild ! :rolleyes:

Meine Wanderungen im Web: www.hikker.eu

8

17.04.2018, 09:21

Hallo Lanzelot,

Stilfser Joch, Umbrail und Timmelsjoch sind nicht ohne Grund für ALLE Anhänger gesperrt. Ich bin einmal (verbotenerweise) den Majola von Süd nach Nord mit WW gefahren und würde es nicht wieder tun (Öltemperatur >140°C). Aber hier keine Motordiskussion.
Zitat: "Deine Fuhre ist mit Anhänger ja gerade mal so lang wie mein Zugfahrzeug ohne Anhänger."
Was viele nicht wissen, je kürzer der Anhänger, desto schwerer das Rückwärtsfahren, da bei kleinen Lenkkorrekturen das Heck viel hektischer ausschwenkt.
Und ich will nicht mit schweissnassen Händen die technischen und fahrerischen Grenzen austesten, sondern entspannt die Landschaft genießen (wir haben ein Golf Cabrio). Deshalb erkundige ich mich vorher über die Routen, ehe ich drauflosfahre und dann auf dem Pass nach Applecross bei 25% Steigung in einer Kehre anfahren oder womöglich zurücksetzen muss.

Cheers,

Bodo

lanzelot72

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9

18.04.2018, 17:24

Hi lebodo!

So hab ich es ja auch gemeint und geschrieben. Ich kenn gerade das Problem mit den kurzen Anhängern sehr gut, vor allem, wenn die Mistdinger so schmal sind, daß man sie erst dann im eigenen Außenspiegel sieht, wenn sie schon fast quer stehen ... :cursing:
Mach das, was für Dich gut und entspannt machbar ist!
Wegen der Motordiskussion: Deswegen hab ich die Alpenpässe beispielhaft angeführt: Ganz andere Höhenbereiche, ganz andere Dauerbelastungen. Sowas gibt's in Schottland halt gar nicht. Bei Meereshöhen von 600m NN arbeitet ein Motor halt ganz anders, als bei 2600m NN. Das hab ich gemeint.
Also - mach Dir keinen Streß aber laß auch nicht alles aus, was nach einer kleinen Herausforderung ausschaut. Ich meine, sonst dürftest Du ja nur zwischen Edinburgh und Glasgow auf der Autobahn hin und her fahren ... ;)

Ich wünsch Euch jetzt schon viel Spaß und jede Menge schöne Erlebnisse!

Griaßle !
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