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21

23.03.2017, 23:09

ich find sie nur ehrlich... manchmal muss man sich Luft machen. Kann man als Ausnahme durchaus mal gelten lassen. ;)
Gruß
Ursula

HerrMann

Highlander

  • »HerrMann« ist männlich

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22

24.03.2017, 12:31

hat mich beim Lesen auch etwas verwundert da ich es so von Rebel gar nicht gewohnt bin.
Gruss
Juergen

Fahr nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann

lanzelot72

Baby Highlander

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23

25.03.2017, 02:27

... Ich glaube aber das die EU mit UK ein Exempel statuieren wird ...

Darf ich freundlich darauf hinweisen, daß die amtierende Regierung des UK
  • diejenige ist, welche das Ergebnis einer bewußt unverbindlichen Volksbefragung mit knappem Ergebnis unbedingt auf die "harte Tour" umsetzen möchte.
  • diejenige ist, welche durch ihre mehrfachen Versuche, das eigene Parlament zu umgehen, für mittlerweile neun Monate Verzögerung im Austrittsprozess gesorgt hat.
  • diejenige ist, welche trotz mittlerweiliger Zustimmung beider Parlamentskammern und erfolgtem "royal assent" immer noch verzögert.
  • diejenige ist, welche KEINE weitere Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt möchte.
  • diejenige ist, welche KEINE weitere Zollunion mit der EU möchte.
  • diejenige ist, welche (hier beliebigen Unfug einfügen ...)


Unter diesen Umständen davon zu sprechen, die EU hätte vor, ein Exempel zu statuieren, halte ich schon für sehr gewagt.
Eher könnte man es so sehen: Das UK will raus, das UK geht raus und damit ist das UK raus. Punkt.

Aber: wer mich auch nur ein kleines bißle kennt, der kann wohl sehr gut nachempfinden, wie schwer es mir fällt, so etwas zu schreiben. Aber ich kann an den Realitäten nicht vorbei. Und ich hasse es. Ja, es kotzt mich an !!!

Egal was man denkt oder sagt oder macht ... irgendwie steht man immer auf der falschen Seite ... ;(
Meine Beiträge sind das Produkt aus völlig zufälligen persönlichen Einzelerfahrungen und einem sehr pragmatischen Weltbild ! :rolleyes:

Meine Wanderungen im Web: www.hikker.eu

24

26.03.2017, 13:52

Ich glaube, etwas von der real-existierenden britischen Politik ist in das Forum übergeschwappt. Die Wahl der richtigen Worte in einer Diskussion, in der Sprache als Waffe eingesetzt wird, ist eine Herausforderung.

Was es so schwierig macht, über Brexit zu reden ist, dass im Verlauf der Debatte so viel gelogen wurde und Missinformation immer noch das täglich Brot der etablierten Politiker ist und sich Leute so sehr daran gewöhnt haben, dass sie es gar nicht mehr hinterfragen. Hinzukommt, dass Tageszeitungen hier nicht so überparteilich sind, wie es zu wünschen wäre. So entscheiden Wähler oftmals, ohne eigentlich alle Fakten zu haben.

Für überregionale Nachrichten bin ich mittlerweile dazu übergegangen, deutsche Nachrichten zu lesen, wenn ich wissen will ob ein Bericht tatsächlich stimmt.

Zurück zum Thema, es ist ziemlich egal, ob die EU Großbritannien bestrafen will oder nicht, sie werden keine Gelegenheit dazu haben, weil die UK das alleine viel besser schafft. Theresa May hat echte Probleme. Habe ich schon mal erwähnt, dass Chris Riddell ein ausgezeichneter Beobachter ist?

Er hat das schön zusammengefasst:

https://www.theguardian.com/commentisfre…-dreams-cartoon

May war am Mittwoch vom Parliament gerade dazu befragt worden, zu genau den obigen Themen (Ministers Question Time), als dieser idiotische Anschlag geschah. Einen größeren Gefallen hätte er May nicht tun können, weil solche Dinge die Briten eher vereint. Einschüchtern lasse tun die sich nicht. Ridell hat das auch nochmal schön dargestellt:

https://www.theguardian.com/commentisfre…ermined-cartoon

Zurück zum Krieg der Worte: Der schottische Brexit Minister Mike Russell erfuhr aus Nachrichten den geplanten Termin, wann May gemäß Artikel 50 bei der EU offiziell den Austritt erklären wolle.

http://www.scotsman.com/news/politics/sc…media-1-4397865

Die Britsche Regierung hielt es nicht für nötig, das offizielle schottisch Gremium, dass sich mit Brexit beschäftigt und dem eine Enge zusammenarbeit versprochen worden war, von diesem Detail zu informieren.

Dieses Verhalten ist symptomatisch für die Beziehung zwischen Westminster und Holyrood. May hatte ein Landesweite Vereinbarung bezüglich Brexit versprochen, aber die dafür ausgewählten Komitees schließen Schottland, Wales und Nordirland aus und Entscheidungen werden dann doch nur in Westminster getroffen. Hier ein Beispiel dieser Debatte:

[url]http://www.scotsman.com/news/uk/no-need-for-agreement-from-holyrood-on-uk-wide-brexit-plan-1-4361805ine[/url]

Wenn Politiker May diesbezüglich befragen, dann rechtfertigt sie sich damit, dass sie das richtige tue für ALLE Briten.

Bezüglich Indyref2, da hat sich diese Woche nicht viel getan. Die Entscheidung im schottische Parliament hätte am Mittwoch fallen sollen, aber da war ja dieser Anschlag, also hat sich das alles eine Woche verschoben. Es wird aber erwartet, dass das schottische Parliament einem zweiten Independence Referendum in der kommenden Woche zustimmt.

Es wird Nicola Sturgeon immer vorgeworfen, dass die SNP nicht das Mandat der Schotten für einen derartigen Schritt hätte, weil sie eine Minderheitsregierung vorsteht. Aber zusammen mit den Grünen, die sehr wohl für Unabhängigkeit sind, kommt es halt doch zu einer Mehrheit.

Dann gibt es zum Krieg der Worte noch zu berichten, dass der Telegraph, eine überregionale Britische Tageszeitung, eine Schlagzeile hatte, die dazu aufforderte,Nicola Sturgeon zu köpfen. Die online Version ist auf Grund der Proteste geändert worden, obwohl der Tonfall sich nicht verbessert hat.

http://www.telegraph.co.uk/women/politic…r-traitor-head/

Ich hoffe, dass illustriert ein bisschen, wie geladen die Situation ist. Hinzu kommt dann noch, dass ökonomisch alles schwieriger wird. Ausländische Firmen verkleinern ihre Standorte hier oder schließen sie ganz. Keiner sagt „Brexit“ als Erklärung, aber 1 und 1 ist halt doch 2.

Die amerikanische Firma Johnson & Johnson z.B. verkleinern radikal (streamlining production) einen Standort in Livingstone, den sie erst 2015 erweitert hatten, mit dem möglichen Verlust von 400 Arbeitsplätzen. Sowas passiert jetzt übrall in ganz Briannnien.

Die Preise sind auch radikal angestiegen und ebenso die Inflationsrate. Dabei fällt das Pfund weiter.

Das schlimme ist, dass es keinen Plan gibt, keine Vision. Alles hängt in der Luft, keiner weiß, was als nächstes passiert, allem Anschein nach am wenigsten die Britische Regierung in Westminster. Desperate times.

Gruß,

Uschi

ceoltagael

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25

27.03.2017, 08:28

Drücken wir es mal so aus....

... in absehbarer Zeit werde ich mir in meinen Garten einen Polytunnel und ein Hühnerhaus setzen. Polytunnel fürs Gemüse und Hühner für die Eier.
D.h. ich kann in meiner eh schon knapp bemessenen Zeit noch lernen zu gärtnern und mich um sowas kümmern.
Die Preise für frischen Kram gehen immer mehr nach oben und das sind Nahrungsmittel, die das Gros meiner Ernährung ausmachen.

Größere Anfeindungen hier oben konnte ich noch nicht feststellen.Ich habe nur einen Bekannten von meiner FB Freundesliste gekickt, weil mir das Gewaffel einfach auf den Zwirn ging. Von den Sprüchen, die er ablässt, könnte er als UKIP durchgehen. Als Schotte. Ich bin platt. Soviel Dummheit hätte ich ihm nicht zugetraut, nunja.
The first speciality tea store in the Western Isles

Lady

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26

28.03.2017, 09:03

Die britische Münze ist jedenfalls überzeugt von der Einheit des Königreiches...

http://www.bbc.co.uk/newsround/38487910
Gruß,
Petra

MeinWhisky

27

28.03.2017, 18:18

today´s rain is tomorrow´s whisky

28

28.03.2017, 20:42

Die Süddeutsche Zeitung hat heute auch was gebracht
... for even a haggis (God bless her!) could charge down hill.
http://www.die-macwik.de - Reiseberichte und Zeltplatzbewertungen von euch für euch.



29

31.03.2017, 06:37

Der Spiegel hat gestern noch einen Artikel zum Brexit gebracht und dort auch geschrieben, das UK keinen Bonus bekommen soll.
Ich hatte das ja hier schon mal geschrieben ein paar Beiträge vorher. Die EU muss da Härte zeigen, da es an allen Ecken und Enden Abspaltungsbemühungen von Konservativen Gruppen gibt. Das mag nicht schön sein aber es brennt leider überall, in Frankreich Le Penn, Niederlande mit dem Wilde, Österreich, Ungarn, "unsere" AFD usw. Wenn die Politik das nicht gebacken bekommt, fliegt uns das schöne Europa um die Ohren und das möchte ich nicht.
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30

31.03.2017, 13:22

Ich finde das in Ordnung. Warum sollte ein Staat, der aus der EU austritt, "ähnliche Vorteile wie ein EU-Mitglied genießen"? Ganz platt formuliert: entweder ich bin in einem Club drin oder nicht. Ich kann doch nach dem Austritt nicht verlangen, das ich noch genauso wie die Mitglieder behandelt werde.
Ich stimme da mit rebel überein. Das sich Europa in Luft auflöst, möchte ich auch nicht.

31

01.04.2017, 22:48

... in absehbarer Zeit werde ich mir in meinen Garten einen Polytunnel und ein Hühnerhaus setzen. Polytunnel fürs Gemüse und Hühner für die Eier.


Gute Idee! Das machen wir schon lange mit dem Gemüse anpflanzen. Wenn Du nicht gerade Tomaten haben willst, dann geht das eigentlich ganz gut. Kohlrabi wächst hier auch gut ;)

Am Donnerstag Morgen wurde das von BBC Scotland gesendet:

http://www.bbc.co.uk/programmes/p04yhb42

http://www.bbc.co.uk/programmes/p04yhb4b

;(

Gruß,

Uschi

32

07.04.2017, 09:53

Sieht so aus, als ob sich im Europa Parlament die Meinungen ändern. Theresa May steht verhandlungsmäßig das Wasser bis zum Hals. Es ist einfach so, dass die UK Europa mehr braucht als Europa die UK. Als May ihren Article 50 Letter eingereicht hat, kam dieser mit einer indirekten Drohung, dass Briten auch die Zusammenarbeit anderswo, z.B. beim Terrorismus, verweigern würde, falls die EU ... ähm... nicht Briten entgegenkommt. Brüssel fand das schon nicht so lustig.

Weiteren Ärger machen die 60 Millarden. Natürlich will die UK die nicht zahlen, woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Ich weiß nicht, was genau da passiert ist, um einen derartigen Erdrutsch zu verursachen, aber Elmer Brok hatte sich bislang immer gegen eine Sonderrolle von Schottland bei den Brexit Verhandlungen ausgesprochen. Gestern wurde dann das berichtet:

http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-sc…litics-39507794

Und noch ein bisschen mehr dazu:

https://www.commonspace.scot/articles/10…scotland-s-side

Unterm Strich sieht es so aus, dass Schottland jetzt eine echte Chance hat, unabhängig zu werden. Es ist noch ein langer Weg, aber die Grünen haben bei der Verabschiedung für Indyref2 durchgesetzt, dass 16 und 17 Jährige wählen können. Es waren besonders die Kids, die von Westminster die Nase voll haben und es sind die Kids, die am meisten durch den EU Austritt zu verlieren haben. Das könnte gerade aussreichen, um das Zünglein an der Waage zum tippen zu bringen.

Gruß,

Uschi

33

13.04.2017, 22:42

Ich mag Chris Riddell wirklich gerne, seine Bilder sind schön und treffend. Eines seiner letzten Bilder beschreibt Brexit als einen Weg in den Abgrund auf der Suchenach einem Luftschloss. Veröffentlicht wurde dieses im Guardian.

Gruß,

Uschi

34

21.04.2017, 10:21

Nochmal Chris Ridell:

https://www.theguardian.com/commentisfre…-tastes-cartoon

Das hat er zwar für Ostern gezeichnet, bevor die Wahl angekündigt wurde, aber es illustriert so schön den Stand der Dinge. Tim Farron ist der Vorsitzende der Liberals. Die Liberalen sind haben durch die Koalition mit Cameron unglaublich viel Stimmen verloren und sind politisch nur insofern bedeutend, in dem sie im Parlament May das Leben schwer machen können. Dies ist ein Grund, warum May Neuwahlen ankündigte. Sie hofft, auf diese Weise den Einfluss der Liberalen noch schmälern zu können. Tim Farrons Anspruch Brexit Rückgängig machen zu wollen, ist total vernachläßigbar.

Jeremy Corbyn ist ein echtes Problem. Er scheint in einem politische Klassendenken verhaftet zu sein, in dem es noch eine Arbeiterklasse und eine Upper Class gab. Irgendwie hat er nicht mitbekommen, dass Thatcher die Industrie, aus der die Arbeiterklasse kam, weitestgehenst zerstörte und die meisten Nachfahren jetzt im Dienstleistungssektor tätig sind. Darüberhinaus möchte gerne ein Großteil seiner eigenen Partei (new labour) Corbyn loswerden.

Die Wahlen sind für May reiner Selbstzweck, sie hat nichts zu verlieren, weil sie keine Nennenswerte Opposition hat und im günstigsten Fall bekommt sie ein demokratisches Mandat für Brexit.

In a nutshell: Obwohl die Neuwahlen theoretisch erlauben würden, alles in Ordnung zu bringen, wird das nicht passieren. Die Briten sind stur.

Gruß,

Uschi

35

21.04.2017, 22:00

So ähnlich sehen es die Festlandmedien auch. May wird danach noch gestärkt raus kommen und die anderen sich selbst im Weg stehen
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36

24.06.2017, 20:19

Nochmal mein liebster Zeichner Riddell, who is taking the trash out :D

https://www.theguardian.com/commentisfre…changed-cartoon

Theresa May mag Leopard Print Schuhe.

Leider ist es nicht so einfach, wie hier dargestellt. May und ihre Hardliner bestehen darauf, das "No deal is better than a bad deal." D.h., ein Scheitern der Brexit Verhandlungen in Brüssel ist schon mit eingeplant. Die ganze Situation ist sowas von verfahren, es besteht kaum die Möglichkeit, dass aus Westminster vernünftige Entscheidung innerhalb eines angemessenen Zeitraums kommen werden.

May verhandelt im Moment noch nicht sehr erfolgreich mit der DUP, deren Parteiprogramm im Prinzip das Alte Testament ist. DUP glauben auch nicht an Evolution und Abtreibung und Homosexuelle sind ihnen besonders ein Dorn im Auge. Das Absurde an dieser Situation ist, dass Ruth Davidson, die die Parteichefin der schottischen Tories ist und gerade sehr erfolgreich in Schottland Sitze für's Parliament in Westminster gewonnen hat, selber lesbisch ist. Einer ihrer ersten Amtshandlungen nach der Wahl war dann auch, von May eine Zusage zu bekommen, das die Rechte der LGBT community durch die politische Koalition mit DUP nicht beeinträchtigen würden.

Das ist symptomatisch für die ganze Situation. May ist opportunistisch und tut alles dafür, um an der Macht zu bleiben, auch, wenn das die Situation viel komplizierter macht. Westminster ist nicht handlungsfähig und schon gar nicht verhandlungsfähig.

Viele hoffen auf einen Soft Brexit, aber die Zeichen stehen eher auf einen Brexit ohne Verhandlungsabschluß, weil die herrschende Inkompetenz so groß ist, das jede Deadline verpasst werden wird und nach zwei Jahren die UK einfach aus der EU raus ist ohne gültigen Verhandlungsabschluss.

Es bestünde theoretisch noch die Möglichkeit, dass dies alles abgewendet wird, falls es May nicht gelingt, bis Montag die DUP zur Zusammenarbeit zu bewegen. Dann nämlich wird das Parliament die Queens Speech (Mays Regierungsprogramm) entweder ratifizieren oder rausschmeissen. Im letzteren Fall würde das heißen, dass Mays Regierungsprogramm keine Mehrheit im Parliament hat und sie somit Regierungsunfähig ist. Dann würde es vermutlich Neuwahlen geben (Corbyn (Labour) rechnet damit). Das würde die Brexit Verhandlungen in Brüssel noch weiter herauszögern. Egal wie man das dreht und wendet, für die nächsten 10 bis 15 Jahre hat GB verschissen.

Gruß,

Uschi

37

24.06.2017, 22:30

bei uns in der Zeitung stand heute auch ein Beitrag zum Brexit - Mitteldeutsche Zeitung
EU-Ratschef: Britisches Brexit-Angebot weniger als erwartet – Quelle: http://www.mz-web.de/27850642 ©2017
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38

25.06.2017, 14:17

Oh ja,richtig, rebel, und dann sind da ja auch noch die Immigranten! Im Moment wundert es, wie sehr geduldig die EU mit UK ist. Wenn ich in Brüssel arbeiten würde, dann würde ich mich darauf einstellen, dass GB vor die Hunde geht, und meine Energien auf Schadensbegrenzung und all die anderen wesentlich wichtigeren EU Themen wie die Flüchtlingskriese und "wohin mit Donald Trump" verwenden.

Jedenfalls tut May uns hier gar keinen Gefallen. Zwar hat sie unter anderem angekündigt das 85seitige Antragsformular auf Bleiberecht auf wenigere Seiten zu kürzen, aber das klärt immer noch nicht Rente, das Recht auf Sozialleistungen oder die Option, die Famile nachholen zu können. Mays Vorschlag ist, wie der Rest Ihrer Politik, nur eine opportunistisch Absichtserklärung ohne jede verbindliche Zusage.

Der Wunsch auf eine verbindlichere Zusage hierfür kommt nicht nur von der EU selber, sondern auch von der britischen Geschäftswelt, die seit den Wahlen immer stärker darauf dringt, dass EU Bürgern das Bleiberecht gewährleistet wird, weil die hier ganz einfach gebraucht werden.

Vor kurzem wurde, das dann auch nochmal durch Statistiken bestätigt über die Anträge von EU Krankenpflegern. Die Zahlen von EU Krankenpfleger, die hier für die NHS arbeiten wollen, sind um über 90% zurückgegeangen. Das ist eine echte Krise, weil wir hier einen kronischen Krankenpflegermangel haben.

Die Landwirtschaft leidet auch. Viele saisonale Erntehelfer kommen aus der EU. In Zukunft könnte es sein, dass hiesige Früchte entweder unbezahlbar werden oder auf den Farmen verotten, weil keiner sie erntet.

Nichts von dem ist in Mays Vorschlag reflektiert. Wenn man hier lebt, sollte man besser nicht krank werden und seinen eigenen Polytunnel mit Gemüse haben.

Gruß,

Uschi

39

25.06.2017, 19:27

Ich Glaube, die meisten der Anhänger blenden noch viel mehr aus.

Das die EU so ruhig bleibt, wundert mich nicht. Sie hatten ja schon angekündigt, auch einen harten Brexit zu machen. Kämpfen muss die UK Regierung aber da scheint weder Wille, Einsicht noch Hirn vorhanden zu sein.

Mir tut es um alle Leid, die jetzt drunter zu leiden haben.

Gibt es denn schon was neues zu einem Unabghängigkeits Referendum von Schottland?
Wie sieht es eigentlich mit Nord Irland aus, ich Glaube doch, das auch die die Schnauze voll haben?
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40

26.06.2017, 10:07

Mir tut es um alle Leid, die jetzt drunter zu leiden haben.
Danke, das wären dann so ziemlich alle Briten mit Ausnahme der großkopferten in Westminster. Die, die Brexit verhandeln, sind die die am wenigsten darunter zu leiden haben, weil sie stinkreich sind.


Gibt es denn schon was neues zu einem Unabghängigkeits Referendum von Schottland?
Wie sieht es eigentlich mit Nord Irland aus, ich Glaube doch, das auch die die Schnauze voll haben?


Oje, das ist kompliziert.Nord Irland ist politisch ziemlich gespalten. Bei den letzen Wahlen in Nord Irland im Januar (glaube ich) hat Sinn Féin Stimmen zugelegt und DUP die Mehrheit verloren. Keine der beiden Parteien hat jetzt die absolute Mehrheit und sie stecken bis jetzt in Regierungsverhandlungen, was sehr schlecht ist für Nord Irland. Eine starke nordirsche Stimme wäre wichtig für die Iren, um während der Brexit Verhandlungen deren Interessen zu vertreten.

Erschwerend kommt jetzt hinzu, das DUP mit den Tories verhandelt. In N-Irland wird das als eine Bedrohungen des Good Friday Agreements gesehen, dass da besagt, dass sich Westminster aus irischen Angelegenheiten raushält. Wenn May auf DUP angewiesen ist, um Entscheidungen im Parlament durchzusetzen, dann muss sie DUP etwas zurück geben. Im Moment wären das erst mal 2 Millarden, die DU für NI haben will.

In Zukunft könnten das aber auch politische Entscheidungen sein und dann wäre der Frieden in NI sehr gefärdet. Also während Sinn Féin Westminster gerne los wäre, verhandelt DUP gerade mit Westminster eine Art Koalition, die sie nicht Koaliton nennen, weil dies das Good Friday Agreement brechen könnte!

Eine mögliche schottische Unabhängikeit ist mit den letzten Wahlen auch erst mal wieder auf Eis gelegt. Alex Salmond und Eilidh Whiteford haben ihre Sitze an die Tories verloren.Insgesamt haben die Tories 9 Sitze in Schottland, wo sie vorher nur 1 hatten. Die SNP hat immer noch die Mehrheit, mit über 20 Sitzen, aber die Wahl hat doch gezeigt, dass viele Schotten die Unhabhängikeit nicht wollen.

Es gibt hier zu viele alte Leute, die immer noch denken, dass GB poltisch so wichtig sei,wie es es war zu Zeiten des Empires. Tory Politiker spielen genau darauf an, wenn sie ständig betonen, wie wichtig für die EU ein positiver Ausgang der Brexit Verhandlungen sei. Viele hier haben nie richtig kapiert, dass die EU nicht nur eine Institution ist, sondern dass es da tatsächlich 27 andere Nationen gibt, die jetzt zufällig nicht glauben, dass GB das wichtigste Land der EU ist.

Ich kenne hier Leute, die fahren jedes Jahr nach Spanien in Urlaub und haben trotzdem für Brexit gewählt, oder die in Firmen arbeiten,die auf Mitarbeiter aus der EU angewisen sind, um überhaupt funtionieren zu können und trotzdem für raus gewählt haben. Die all glauben noch an das Empire. In dem Maße, in dem Leute hier kapieren werden, wie wichtig der europäische Gedanke ist, in dem Maße wird ihnen auch klar werden, wie unwichtig Westminster eigentlich ist. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Gruß,

Uschi

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