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04.07.2004, 15:09

Was wir schon immer mal amtlich haben wollten...

Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet. (Kommentar zum Bundeskostenreisegesetz)

Der Tod stellt aus versorgungsrechtlicher Sicht die stärkste Form der Dienstunfähigkeit dar. (Unterrichtsblätter für die Bundeswehrverwaltung)

Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen als dauernde Berufsunfähigkeit im Sinne von § 16 Abs. 1 Satz 3 EstG zu werten und demgemäß den erhöhten Freibetrag abzuziehen. (Bundessteuerblatt)

Ehefrauen, die ihren Mann erschießen, haben nach einer Entscheidung des BSG keinen Anspruch auf Witwenrente. (Verbandsblatt des Bayrischen Einzelhandels)

In Nr. 2 ist in Spalte 2 das Wort Parkplatz durch die Worte Platz zum Parken zu ersetzen. (Ausschussempfehlung zum Bußgeldkatalog)

Der Wertsack ist ein Beutel, der aufgrund seiner besonderen Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil ein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden. (Merkblatt der Deutschen Bundespost)

Das Lutschen eines Hustenbonbons durch einen erkälteten Zeugen stellt
keine Ungebühr im Sinne von § 178 GVG dar. (Beschluss des OLG Schleswig)

Eine Pflanze gilt als befallen, wenn sich in ihr mindestens eine Schildlaus befindet, die nachweislich nicht tot ist. (Der Hobbygärtner)

Ausfuhrbestimmungen sind Erklärungen zu den Erklärungen, mit denen man eine Erklärung erklärt. (Protokoll im Wirtschaftsministerium)

Margarine im Sinne dieser Leitsätze ist Margarine im Sinne des Margarinengesetzes. (Deutsches Lebensmittelbuch)

Ein Ehemann hat in der Regel seinen Wohnsitz dort, wo sich seine Familie befindet (BFH BstBL 85, 331). Ein Verschollener hat seinen Wohnsitz bei der Ehefrau (FG Düsseldorf EFG 58, 144). (Kommentar zur Abgabenordnung von Klein/Orlopp)

An sich nicht erstattbare Kosten des arbeitsgerichtlichen Verfahrens erster Instanz sind insoweit erstattbar, als durch sie erstattbare Kosten erspart
bleiben. (Beschluss des Landgerichts Rheinland-Pfalz)

Die Fürsorge umfasst den lebenden Menschen einschließlich der Abwicklung des gelebt habenden Menschen. (Vorschrift Kriegsgräberfürsorge)

Besteht ein Personalrat aus einer Person, erübrigt sich die Trennung nach Geschlechtern. (Info des Deutschen Lehrerverbandes Hessen)

Die einmalige Zahlung wird für jeden Berechtigten nur einmal gewährt. (Gesetz über die Anpassung von Versorgungsbezügen)

Welches Kind erstes, zweites, drittes Kind usw. ist, richtet sich nach dem Alter des Kindes. (Bundesanstalt für Arbeit)

Kunststoff-Fenster mögen zahlreiche Vorteile haben, insbesondere in Bezug auf Wartung und Pflege - Holz hat den Vorteil, nicht aus Kunststoff zu sein. (Urteilsbegründung des LG München)

Wenn dieses Schild mit Schnee bedeckt ist, ist die Straße unbefahrbar... (Schild im Hochmoor von Yorkshire)

Nach dem Abkoten bleibt der Kothaufen grundsätzlich eine selbstständige bewegliche Sache, er wird nicht durch Verbinden oder Vermischen untrennbarer Bestandteil des Wiesengrundstücks, der Eigentümer des Wiesengrundstücks erwirbt also nicht automatisch Eigentum am Hundekot... (Fallbeispiel der Deutschen Verwaltungspraxis)

Gewürzmischungen sind Mischungen von Gewürzen. (Deutsches Lebensmittelbuch)

Persönliche Angaben zum Antrag sind freiwillig. Allerdings kann der Antrag ohne die persönlichen Angaben nicht weiterbearbeitet werden. (Formular in Postgirodienst)

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Hector

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2

04.07.2004, 15:30

da hab ich auch noch was beizutragen :)

... Vorprüfungsniederschrift von 1976 an das Forstamt Seesen:

[k]"Die Firma ...... lieferte am 02.07.1975 für die Wohnung ............... einen WC Sitz.
Es wird gebeten die Ausgabe zu begründen und Auskunft zu geben, ob ggf. ein Verschulden Dritter vorliegt."[/k]

Darauf antwortete der damalige Forstamtsleiter wie folgt:

[k]"Der WC-Sitz wurde beim Umbau des Badezimmers im Jahre 1959 eingebaut. Wenn man die derzeitige Bewohnerzahl den Berechnungen zugrunde legt, ergibt sich bei einer täglichen Benutzungsfrequenz von 2 Besuchen und einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 10 Min. eine tägliche Benutzungsdauer von 100 Minuten. Im Jahr macht das rd. 36.000 Min. oder 600 Stunden und während der 16 Jahre Benutzungsdauer 9.600 Stunden.
Das Durchschnittsgewicht der derzeitigen Benutzer beträgt 62,5 kg (max. 80 kg, min. 45 kg). Bei der Materialbelastung wird man zwischen der Schlagbiegebelastung beim Niedersetzen und der statischen Belastung während der Sitzung unterscheiden müssen. Bei einem WC-Deckel-Querschnitt von rund 10 dm² ergibt sich eine max. Schlagbiegebelastung je dm² von 8,0 kg x 5 m/sec., eine durchschn. von 6,3 kg x 2 m/sec. in 10 Wiederholungen je Tag. Da die Auftreffwucht sich nach Geschwindigkeit x Gewicht errechnet, kann die max. Belastung im Anhalt an die Dringlichkeit der Bedürfnisse nur geschätzt werden.
Daneben wird eine Dauerbelastung von 9.600 Std. x 6,25 kg je dm² Querschnitt errechnet.
Unterstellt man, daß die Holzkonstruktion des WC-Deckels zusätzlich während der 16 Jahren hoher Luftfeuchtigkeit und ggf. aggressiven Gasen ausgestzt war, die zur weiteren Materialermüdung geführt haben, so ist beim endgültigen Zerbrechen des WC-Deckels Fremdverschulden mit großer Sicherheit auszuschließen".[/k]
Hector



3

04.07.2004, 22:00

und wie sah die antwort darauf aus?????

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