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factorydweller

unregistriert

1

21.03.2013, 13:57

Flannan Isle/Eilean Mor

Dieses Gedicht ist vielleicht Einigen bekannt:

http://allpoetry.com/poem/8515057-Flanna…d_Wilson_Gibson


Fernab von allen mir bisher bekannten Schauermärchen bezüglich Riesenvögeln, Seeungeheuern und Wikinger-Langbooten,
was das Verschwinden von 3 Leuchtturmwärtern im Jahr 1900 anbelangt, bin ich gestern auf Folgendes gestoßen:

http://www.mikedash.com/assets/files/Van…ghthousemen.pdf

ceoltagael

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2

21.03.2013, 17:33

Danke. Werd ich mir mal in Ruhe geben.

Ich erzähle den Leuten die Geschichte meist auf dem Weg von den Calanais Stones nach Carloway. Auf der Strecke kommt man auch an der ehemaligen Landstation vorbei, wo die Familien der Leuchtturmwärter lebten.

Ich die Datei von dir jetzt noch nicht gelesen, glaube aber, dass die Wärter von einer der unerwartet auftretenden großen Wellen ins Meer gerissen wurden. Was auch den zertrümmerten Kai erklärt. Da war wohl oberhalb vom Felsen was abgeschlagen *grübel.....note to self: Geschichte nochmal genau lesen*

Der Kiltträger erzählte mir mal, dass es wohl diese starken Wellen gibt, die quasi aus dem Nichts auftauchen und sehr schnell sehr hoch werden..

Wird in deinem Dokument auch von den Ufo Forschern erzählt? Oder den paranormalen Spinnern, die der Überzeugung sind, dass sie weggebeamt wurden?

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber ich stelle immer wieder fest, dass die Geschichte bei Reisenden gut ankommt auf dieser Strecke.
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3

21.03.2013, 21:02

Ist ja interessant. Bislang ist diese Geschichte an mir vorbeigegangen. Bin aber erst halb durch. Scheint aber gut recherchiert zu sein. Danke fürs Einstellen.

:) :up:
Gruß
Ursula

factorydweller

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4

22.03.2013, 15:34

Sabine, mußte selber lesen, besonders wegen der Recherche zu den möglichen sich widersprechenden Zeitabläufen.

Keine UFOs, aber Sagen und Übersinnliches halt; was ja auch seine Geschichte hat auf den Hebriden.

Ansonsten wird kurz angerissen, daß hohe Wellen eben auch beim Aufprall großer Massen bei gewissen Bedingungen entstehen können, wer hat das nicht während eines langen Tages am Meer schon selbst festgestellt... .
Ich mein jetzt keine Tsunamiwellen, aber so ne mittlere Freakwave bei Sturm von Westen und entsprechendem Zeitpunkt des Aufschlags (je nach Wellenabstand) kann unter Umständen schon gewaltig werden.
Auch hat ein späterer Leuchtturmwärter Beobachtungen hierzu gemacht und im Bild festgehalten zur Beweissicherung.

ceoltagael

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5

22.03.2013, 17:17

Nee, eine Tsunamiwelle war das nicht, was Ian meinte. Ich muss ihn nochmal fragen, dauert aber noch was.

Bei Wellengang hat er mir beigebracht, dass jede 7. Welle stärker ist. Er hat recht!
Er sagte jedenfalls, dass diese Wellen wie aus dem Nichts auftauchen und auch nicht vorhersehbar sind und etwas, was alle Seefahrer fürchten.
Wie gesagt, ich frag ihn, sobald er wieder erreichbar ist und werde dann berichten
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lanzelot72

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6

22.03.2013, 17:32

... Er sagte jedenfalls, dass diese Wellen wie aus dem Nichts auftauchen und auch nicht vorhersehbar sind und etwas, was alle Seefahrer fürchten.

Du meinst die sog. "Kaventsmänner" oder?

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsterwelle

Griaßle !
Meine Beiträge sind das Produkt aus völlig zufälligen persönlichen Einzelerfahrungen und einem sehr pragmatischen Weltbild ! :rolleyes:

Meine Wanderungen im Web: www.hikker.eu

ceoltagael

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7

22.03.2013, 18:35

ja, freakwave, wie rolli schon schrieb
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factorydweller

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8

22.03.2013, 23:09

Die Benamsung "Kaventsmann" war mir schon als Kind geläufig, ich wußte aber nur, daß das irgendwas "Übergroßes" bedeutete.
Später hab ichs gelernt und noch später beispielsweise den Wikipedia-Link gelesen, aber parallel dazu auch diverse Einzelstorys reingezogen.
Es gibt übrigens eine MonsterwellenDoku hier: http://www.youtube.com/watch?v=pMEOTdTYfZ4

Auf die Leuchtturmgeschichte kam ich über Recherche zu Bauarten und Bemannung derselben, da mich vor allem festlandsferne Leuchttürme faszinierten. Sehr interessant die Bauart beispielsweise des Leuchtturms auf "Bell Rock".

Das Verschwinden der Besatzung von Eilean Mor ist in dem Sinne eine besondere Geschichte, weil viele Ungewissheiten heute noch bestehen und weil das Gedicht eben nur poetisch eine Art Bildzeitungsabriß gibt.

Zudem war zum Zeitpunkt des Unglücks (welcher Art auch immer) nur bekannt, daß es übergroße Wellen geben solle; gleichermaßen war aber das Wissen um Übersinnliches und "second sight" auf den Hebriden noch nicht so verloren wie heute.


Im Link von mikedash kann man der Sache aber schon recht nahe kommen.

ceoltagael

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9

23.03.2013, 00:15

"Second Sight" ist keinesfalls auf den Hebriden verloren gegangen.

Zu Samhain vor zwei Jahren gab es eine großartige Veranstaltungsreihe im An Lanntair was sich genau mit dem Thema beschäftigte. Neben Büchern und diversen Lesungen gab es auch eine Veranstaltung, an der u.a. Dolina Maclennan teilnahm. ich hatte das große Glück, mich noch kurz mit ihr unterhalten zu können. Gleiches gilt für Shiela Stewart, die auch sehr viel zu dem Thema und auch über die Überlieferung durch Gesang und Geschichten zu erzählen hatte.

Und auch wenn man sich mal mit den Leuten unterhält, gerade mit den älteren , erfährt man viel. Trotz des vorherrschenden christlichen Glaubens ist der Glaube an die Existenz des Übersinnlichen hier auf den Inseln erhalten.
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factorydweller

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10

23.03.2013, 12:55

Der Glaube daran ja, das denk ich schon.
Der alltägliche Umgang mit second sight dürfte sich aber verlieren, denk ich.

Vor über 20 Jahren hat mir mal eine alte Frau in Ness darüber erzählt (auf Gälisch, sie konnte kein Englisch, Ihr Sohn mußte übersetzen). Diese Frau war damals schon weit über 80 Jahre alt und konnte noch aus eigenem Erleben erzählen.
Solche Leute sterben halt aus und die Nachwelt erzählt eben nach.
Christentum und Metaphysisches schlossen sich nach Ihrer (und auch meiner) Erfahrung nicht aus.

Ich denke, der Umgang mit second sight verlor sich leider großteils mit den Errungenschaften der Zivilisation.
Das begann damit, daß man (auch im Sommer) Schuhe trug und ging weiter mit Radio und TV, welche Nachrichten und Wettervorhersagen mit sich brachten und somit die Aufmerksamkeit auf die Natur und ihre Ereignisse/Gegebenheiten nachließ.

Wenige Tage vorher hatte ich Sylvie, eine französische Studentin in Howmore getroffen, die über "second sight" recherchierte. Sie forschte in alten örtlichen Büchereien und interviewte etliche ältere Ortsansässige. Was sie an real erlebten Beispielen zusammengetragen hatte, war erstaunlich und hochinteressant.

Da waren Geschichten, deren Wahrheitsgehalt man sich einfach nicht entziehen konnte und nach mehreren Wochen draußen (oft ohne feste Bleibe, nur mit Isomatte und Schlafsack; nirgends TV, kaum Zeitungen) durfte ich persönlich an der Materie schnuppern... . Dies möchte ich jetzt nicht öffentlich ausführen, das soll privat bleiben.

Zur Untermauerung aber eine Geschichte von Benbecula: Eine absolut mit den Gegebenheiten der Natur lebende Frau dort, um 1900 herum, sagte, daß sie die Zukunft auf Benbecula gesehen hätte. Darin kämen "grüne Männchen" vor, die sie agieren gesehen hätte.
Diese Frau konnte zu Ihrer Zeit nicht wissen, daß im 2. Weltkrieg die Royal Air Force einen Stützpunkt dort haben würde, später ein Raketenversuchsfeld und noch später eine Radarstation.
Unstrittig ist aber, daß die Uniformen der Soldaten grün waren... .

Eine der Testraketen lag damals (als ich dort war) übrigens zertrümmert am Strand.

Nun aber zurück zu Eilean Mor, sonst muß ich noch den Titel ändern ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »factorydweller« (23.03.2013, 13:03)


Haggisfan

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11

23.03.2013, 14:30

Oh, ich liebe solche Geschichten :)

Das Thema hatte ich vor ca. neun Jahren auch mit einer etwas älteren Bewohnerin auf Barra, bzw. Vatersay. Kann leider keine Details mehr aus der Unterhaltung erinnern, aber grundsätzlich kam rüber, daß es für sie ganz selbstverständlich zum Leben dazugehört und dort gar nicht als "Spinnerei" oder esoterisches Getue abgetan wird, wie es ja in unserer aufgeklärten Welt meistens (immer?) der Fall ist.
Ihre Tochter erzählte mir dann auch ein Erlebnis, das sie mit Freundinnen hatte, und auch das kam absolut seriös rüber.

ceoltagael

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12

23.03.2013, 15:59

Rolli, über das Thema sollten wir uns mal unterhalten ;-)
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factorydweller

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13

23.03.2013, 16:27

Mir fehlt leider grad die Kohle für nen Sonntags-Kaffee-Besuch...

ceoltagael

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14

23.03.2013, 16:57

^^


hrhrhrhrhr..... dann per mail
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factorydweller

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15

24.03.2013, 16:25

Fang einfach an - ich meld mich zurück, wie ich halt dazu komm.

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